Was Studien zeigen
STEEP™ wurde sowohl in den USA wie in Deutschland wissenschaftlich auf seine Wirksamkeit untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass das Frühinterventionsprogramm insbesondere bei hoch belasteten Familien wichtige Entwicklungsprozesse unterstützen und die Eltern-Kind-Bindung stärken kann.
Bereits die ersten Untersuchungen in den USA zeigten, dass STEEP™ positive Veränderungen bei den teilnehmenden Müttern wie besseres Verständnis für die Entwicklung des Kindes, mehr Sicherheit im Umgang mit alltäglichen Anforderungen, weniger depressive Symptome und eine höhere Feinfühligkeit gegenüber den Signalen des Kindes bewirkt.
Deutsche STEEP™-Evaluationsstudien bestätigen diese positiven Effekte: Bei Kindern aus hoch belasteten Familien wurden im ersten Lebensjahr häufiger sichere Bindungsmuster und seltener Anzeichen von Bindungsdesorganisation beobachtet. Auch am Ende der zweijährigen STEEP™-Begleitung zeigte sich insbesondere bei der Vermeidung von Bindungsdesorganisation ein positiver Effekt.
Längere Begleitung ist wichtig
STEEP™ setzt bewusst nicht nur auf einzelne Beratungstermine oder kurze Interventionen. Das Programm verbindet vielmehr eine verlässliche, längerfristige Begleitung mit konkreter Arbeit an der Eltern-Kind-Interaktion. Dies ist wichtig, denn gerade bei Familien mit hohen psychosozialen Belastungen kann es Zeit brauchen, Vertrauen aufzubauen, neue Erfahrungen zu ermöglichen und Veränderungen im Alltag zu stabilisieren.
Die vorliegenden Studienergebnisse sprechen dafür, dass Kontinuität ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist.
Fundierter Ansatz für Frühe Hilfen und Jugendhilfe
Für Einrichtungen der Frühen Hilfen sowie Jugendämter, freie Träger, Beratungsstellen und Einrichtungen der Jugendhilfe bietet STEEP™ einen praxisnahen Ansatz, um Eltern in belastenden Lebenssituationen zu unterstützen und die Beziehung zu ihrem Kind zu stärken. Dabei werden Beratung im Alltag, die Förderung einer sicheren Bindung und die Stärkung elterlicher Handlungssicherheit miteinander verbunden.
Ergebnisse der STEEP™-Wirksamkeitsforschung in Deutschland
Maier, M. Frumentia (2015)
Das Frühinterventionsprogramm STEEP™ – ein wirksamer Baustein Früher Hilfen.
Neue Caritas, 11.06.2015.
Suess, G.J., Bohlen, U., Carlson, E.A., Spangler, G. & Frumentia Maier, M. (2016)
Effectiveness of attachment based STEEP intervention in a German high risk sample.
Attachment & Human Development.
Suess, G.J.; Bohlen, U.; Mali, A.; Frumentia Maier, M. (2010)
Erste Ergebnisse zur Wirksamkeit Früher Hilfen aus dem STEEP-Praxisforschungsprojekt „WiEge“.
Bundesgesundheitsblatt, 53:1143–1149.
Suess, G.J.; Bohlen, U.; Mali, A. (2011)
Wie Elternschaft gelingt (WIEGE).
Nationales Zentrum Frühe Hilfen.
Suess, G.J.; Bohlen, U.; Mali, A.; Frumentia Maier, M. (2014)
WiEge – Wirksamkeit des STEEP™-Programms. Bedeutung des Bindungshintergrundes der Beraterinnen.
Präsentation im NZFH-Workshop „Frühe Hilfen – Wirkungsforschung“ am 29.04.2014 in Köln-Riehl.
Suess, G. J.; Mali, A.; Reiner, I.; Fremmer-Bombik, E.; Schieche, M.; Suess, E. S. (2015)
Attachment Representations of Professionals – Influence on Intervention and Implications for Clinical Training and Supervision.
Mental Health and Prevention, 3, 129–134.
Zimmermann, Peter (Hrsg.) (2026)
Bindung und Autonomie.
Beltz Juventa, Weinheim.

