STEEP™-Weiterbildung

STEEP™-Berater:in werden

Inhalte und Zulassungsvoraussetzungen finden Sie hier:

Teilnehmende einer STEEP™-Weiterbildung

Qualifizierte Weiterbildung

Die Anwendung des komplexen STEEP™-Programms setzt eine qualifizierte Weiterbildung voraus, die wir an 5 Standorten im deutschsprachigen Raum anbieten.

In den entsprechenden Kursen wird Theorie zu allen Fragen der Frühintervention vermittelt, ergänzt durch Selbsterfahrungsarbeit und Praxiserfahrung (mit Dokumentation).

Als Teilnehmende schärfen Sie Ihren Ressourcenblick für die einzelnen Familienmitglieder und erlernen erprobte Methoden, um Verhaltensänderungen bei den Bindungspersonen anzustoßen. Ziel ist es, deren Beziehung sowohl zu stärken als auch positiv zu verändern. Tradierte Kommunikations- und Verhaltensmuster können so unterbrochen werden, sodass diese nicht an die Kinder weitergegeben werden.

Die Weiterbildung erfolgt berufsbegleitend über einen Zeitraum von ca. 1,5 Jahren.

Die Weiterbildung befähigt zu bindungsbasierter/bindungsorientierter Beratung und Intervention, Gestaltung von Gruppen, Früher Entwicklungsberatung, qualifizierter Gefährdungseinschätzung.

An wen richtet sich das Weiterbildungsangebot?

Die STEEP™-Weiterbildung richtet sich vornehmlich an Fachkräfte aus dem Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen, die in der direkten Arbeit mit Familien, insbesondere mit Eltern von Säuglingen und Kleinkindern, tätig sind.

Konkret an Fachkräfte und Mitarbeiter:innen in den Bereichen:

  • Frühe Hilfen, Soziale Dienste, Beratungs- und Frühförderstellen
  • Mutter-Kind- und Eltern-Kind-Einrichtungen, Kriseninterventionsstellen
  • Berufsgruppen, die mit Kindern und ihren Familien in Krisen und Belastungssituationen arbeiten

Sie kann auch für viele weitere Berufsfelder gewinnbringend sein, so für:

  • Erziehungsberater:innen
  • Fachkräfte in der Frühförderung
  • SPFH-Fachkräfte
  • Kinderschutzkräfte

u.v.m.

Elemente der Weiterbildung (Module)

Die Weiterbildung umfasst Theorie- und Praxisseminare sowie Selbsterfahrung, Supervision, Intervision und Rückmeldungen. Insgesamt ergeben sich zehn inhaltliche Themenblöcke zu je 14 Unterrichtseinheiten (UE):

  • Bindungstheorie I+II
  • Videointervention nach STEEP™ – SIB
  • Entwicklung aus biopsychosozialer Sicht
  • STEEP™-Berater:in im Interventionsprozess
  • Rückmeldung AAI/AAP und Selbsterfahrung
  • Frühe Traumatisierung und ihre Folgen
  • Psychisch belastete Eltern und ihre Kinder
  • Kindeswohlgefährdung und Kinderschutz
  • Arbeit mit und in STEEP™-Gruppen

Ergänzend dazu:

  • Supervision: videografierte Mutter-Kind-Interaktionen (32 UE)
  • Intervision in Kleingruppen (30 Zeitstunden)
  • AAI-Interviews mit Rückmeldegesprächen in Kleingruppen (45 – 90 Min.)

Zulassungsvoraussetzungen für das Abschlusskolloquium mit Zertifikatsübergabe:

  • Seminare: mind. 90 % Teilnahme über alle Blocktage hinweg
  • Supervision: Mindestens zwei eigene Videoaufnahmen wurden eingebracht
  • Regelmäßige Teilnahme an der Intervision (30 Zeitstunden)
  • Durchführung und Dokumentation Praxisfall (10 Hausbesuche)

Zulassungsvoraussetzung

  • Abgeschlossenes (Fach-)Hochschulstudium bspw. in Sozialpädagogik, Pädagogik, Psychologie, Heilpädagogik oder Sonderpädagogik

oder

  • besondere Berufsgruppen, die bereits in der Frühintervention arbeiten oder eine Tätigkeit in diesem Bereich anstreben (bspw. Familien-Hebammen, Heilpädagog:innen, Erzieher:innen, (Kinder-)Gesundheits- und Krankenpfleger:innen)

Einschlägige Berufserfahrung sowie die Bereitschaft zur Selbsterfahrung werden vorausgesetzt, da die Auseinandersetzung mit dem eigenen Bindungshintergrund ein essenzieller Bestandteil der STEEP™-Weiterbildung ist.

Der Anmeldung ist ein kurzes Motivationsschreiben mit beruflichem Lebenslauf beizufügen, damit die Zugangsvoraussetzungen geprüft werden können.