Mehrschichtiges Interventionsprogramm
Bei der Durchführung des STEEP™-Programms werden Einzelkontakte, Hausbesuche mit videogestützter Beratung, entwicklungsorientierter Gruppenarbeit in Eltern-Kind-Gruppen sowie gemeinsamen Familienaktionen miteinander verbunden.
Während der Begleitung dienen objektive Verfahren zur Einschätzung der Interaktionsqualität, etwa die Feinfühligkeitsskala, als Grundlage für die Intervention.
Grundsätzlich ist das Ziel nicht eine „perfekte“ Elternschaft, sondern ein ausreichend guter Umgang mit dem Kind. Damit dies gelingt, wird bei STEEP™ auch das eigene Erziehungsverhalten und die eigene Biografie kritisch reflektiert und in den Blick genommen.
Wichtig ist dabei die Vermittlung von Wissen über die kindliche Entwicklung und die Erfahrung von Freude am Kind und am Elternsein.
Grundsätzlich soll eine sichere und organisierte Bindung zwischen Eltern und Kind gefördert werden. Eltern wird mit interaktiven Methoden dabei unterstützt, die Signale ihres Kindes besser zu verstehen und feinfühlig darauf zu reagieren. So wird die Grundlage für Vertrauen und emotionale Sicherheit geschaffen.
An wen richtet sich das STEEP™-Programm?
Das STEEP™-Programm richtet sich besonders an werdende Eltern sowie an Familien mit Säuglingen oder kleinen Kindern in belastenden Lebenssituationen. Im Fokus stehen insbesondere Familien, die durch psychische, soziale, finanzielle oder biografische Belastungen unter hohem Druck stehen:
- werdende Eltern und Familien mit Säuglingen oder kleinen Kindern
- Eltern mit psychischen Belastungen oder Erkrankungen
- Familien mit wenig sozialer Unterstützung
- Eltern mit belastenden Erfahrungen aus der eigenen Kindheit
- Familien mit Unsicherheit im Umgang mit den Signalen des Kindes
- Familien, bei denen eine Kindeswohlgefährdung vermieden oder abgewendet werden soll

