STEEP™-Programm
„Relationship is the program.“
Martha Farrell Erickson
„Weil eine sichere Bindung der beste Start ins Leben ist!“
STEEP ist ein effektiver Ansatz des präventiven Kinderschutzes und stärkt die frühe Eltern-Kind-Bindung.
STEEP ist ein videogestütztes Beratungs- und Frühinterventionsprogramm, das auf der Bindungstheorie basiert.
STEEP verbindet Videoarbeit im Hausbesuch und entwicklungsorientiere Gruppenarbeit mit Eltern, Babys, Kleinkindern und Kinder bis zum 6. Lebensjahr.
STEEP unterstützt die frühe Eltern-Kind-Interaktion und zeigt Wege auf, wie belastete Eltern in einem kritisch-reflexiven Umgang mit dem eigenen Erziehungsverhalten und der eigenen Biographie unterstützt werden können.
Ebenen von STEEP™
Verhaltensebene: Ein Prinzip mit dem STEEP arbeitet heißt „Seeing is believing“: Was man sehen kann, das glaubt man auch. Dafür werden Alltagssituationen von Eltern mit ihrem Kind auf Video aufgenommen. Über das gemeinsame Betrachten und Reflektieren mit den Eltern wird Veränderung angeregt.
Repräsentationsebene: Jeder trägt Modelle über sich selbst, über bedeutsame Andere und über Beziehungen in sich - diese stammen aus der eigenen Kindheit und Lebensgeschichte. Diese Modelle steuern die Beziehung zu den eigenen Kindern. Deshalb werden sie im Rahmen der STEEP-Intervention beleuchtet und in ihrer Auswirkung auf den konkreten Umgang mit dem Kind aufgespürt. Diese Methode nennt sich: „Looking back, moving forward“: Rückschau, um vorwärts zu kommen.
Soziale Unterstützung: Eltern brauchen soziale Unterstützung. Diese wird im Rahmen des STEEP-Programms nicht nur von professionellen Helfern gegeben, sondern auch von anderen Müttern (Gruppenangebote), sowie über weitere Hilfsangebote im Sozialraum.
Beratende Beziehung: Eigene Bindungsmodelle ändern sich vorwiegend in bedeutsamen Beziehungen. Deshalb kommt der Gestaltung der helfenden Beziehung im STEEP-Programm eine zentrale Bedeutung zu. Der besondere Anspruch besteht in der Balance zwischen Authentizität und Zugewandtheit einerseits und gebotener Distanz und Professionalität auf der anderen Seite.
Information und Wissen: Damit Eltern gegenüber ihrem Kind feinfühlig sein können, brauchen sie gesichertes Wissen und ausreichend Informationen über kindliche Entwicklung. So ist beispielsweise das Wissen um die Bedeutung von verbalem Austausch für die kindliche Entwicklung zentral. Auch überkommene und widerlegte Mythen und Botschaften aus der eigenen Vergangenheit (Du darfst Dein Kind nicht verwöhnen, sonst wird es zum Tyrannen) können Gegenstand der Aufklärung sein.
Freude am Kind: Belastete Eltern können oft die schönen Momente am Eltern-Sein nicht wahrnehmen und spüren. Ziel von STEEP ist es elterliche Ressourcen und die Freude am Kind und am Eltern-Sein (wieder-) zu finden, sowie feinfühliges intuitives Elternverhalten freizulegen, wenn es verschüttet wurde.
Entwickler:innen von STEEP™
Martha Farrell Erickson ist eine US-amerikanische Entwicklungspsychologin und Professorin an der University of Minnesota. Sie gilt als Mitentwicklerin von STEEP und konzentrierte sich auf Bindung, frühkindliche Entwicklung und die Unterstützung von Familien in belastenden Situationen.
Byron Egeland ist ein US-amerikanischer Entwicklungspsychologe und emeritierter Professor an der University of Minnesota. Er war maßgeblich an der Entwicklung von STEEP beteiligt und erforschte frühkindliche Bindung sowie die langfristigen Auswirkungen früher Erfahrungen auf Kinder.
Evidenzbasiertes Frühinterventionsprogramm
STEEP™ basiert auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen der Bindungsforschung und der frühkindlichen Entwicklung. Die Wirksamkeit des Programms wurde durch unabhängige Studien belegt, was es ermöglicht, Familien eine qualitativ hochwertige und effektive Unterstützung anzubieten.